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Exkursion zur Joint Dementia Initiative in
Falkirk (J.D.I.)
Bericht
über den Besuch
Nach dem interessanten Vortrag von Jim Kilgour wollte ich
mehr über das Projekt erfahren und meldete mich zusammen mit vier weiteren
Teilnehmerinnen zu dem Besuch in Falkirk an. Mich interessierte vor allen Dingen
die Frage, wie in dieser „Grauzone Privathaushalt“ die Qualität der Betreuung
sicher gestellt werden kann. Im Hinterkopf hatte ich dabei Erfahrungen aus
meiner über 20 Jahre zurückliegenden Studienzeit, wo ich während eines
Praktikums beim Schulpsychologen mitbekam, dass (nach meiner Auffassung)
unfähige Familien vom Jugendamt als Pflegefamilien ausgewählt und mit der
Erziehung von Kindern betraut wurden. Das mögen Einzelfälle gewesen sein, aber
in diesem wichtigen Bereich ist jeder Einzelfall ein Fall zuviel.
Wir wurden von Jim Kilgour und Sandra Hosie, einer
Projektmitarbeiterin der J.D.I., in Stirling abgeholt und fuhren zunächst in den
Stützpunkt im Dollar Park Falkirk, zentral in der Stadt und gleichzeitig ruhig
in einem öffentlichen Park gelegen. Dort wurden wir freundlich empfangen und
erhielten zunächst allgemeine Informationen über die Joint Dementia Initiative.
Neben Jim, dem Team Manager, arbeiten dort 6 Projekt Worker (1 davon noch in
Ausbildung), 1 Beraterin und 2 Bürokräfte.
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Entsprechend großzügig sind auch die Räumlichkeiten, die wir nach einer kurzen
Kaffeepause besichtigten. Neben dem gemütlichen Wohnzimmer gibt es das Büro von
Jim, 2 kleinere und ein großes Büro mit 4 Arbeitsplätzen, einen kleineren
Besprechungsraum, einen Lagerraum, in dem u.a. Hilfsmittel aufbewahrt werden
sowie behindertengerechte Toiletten.
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Anschließend fuhren jeweils eine Teilnehmerin mit einer
Projekt-Mitarbeiterin in die Privathaushalte (Homes), die die Tagesbetreuung
durchführen. Zuvor wurden wir noch gebeten, unsere Namensschilder abzunehmen und
die Gäste nicht zu fotografieren.
Sandra fuhr mit mir in das Haus von Pat, die zusammen mit
Julie fünf demenzkranke Ladies an zwei Tagen pro Woche betreut. Pat und Julie
starten an den Betreuungstagen kurz nach 9 Uhr, um die Damen mit dem PKW von zu
Hause abzuholen. Etwa gegen 10 Uhr treffen sie im Haus ein und der Tag beginnt
mit einer Tasse Tee und Shortbread.
Wir trafen in einem typischen englischen Wohnzimmer mit
Kamin und schweren Polster-Möbeln sechs ältere Damen und die beiden
Betreuerinnen an. Eine Ehefrau, deren Mann länger als drei Jahre in diesem Haus
betreut wurde und jetzt in einem Heim lebt, war zufällig zu Besuch da. Sie
erzählte uns, dass im Laufe der Betreuungszeit ihres Mannes eine Freundschaft
mit Pat und Julie entstanden sei und sie immer wieder gerne in dieses Haus
komme. Wir tranken gemeinsam Tee und unterhielten uns. Die Damen schienen gerne
hier zu sein. Nach einiger Zeit kamen die 5- und 7-Jahre alten Enkel von Pat,
die bisher nebenan gespielt hatten, mit einem neuen Dartspiel zu uns ins
Wohnzimmer. Sie befestigten die Zielscheibe am Türgriff und warfen die Pfeile.
Zwei der demenzkranken Damen beobachteten dieses Spiel interessiert und
beteiligten sich mit Ratschlägen, z.B. wie man den Pfeil besser in der Hand hält
etc. Später kam auch noch der Hund der Familie hinzu. Er wurde reihum von den
Damen gestreichelt, dann aber hinausgeschickt, als er einer Dame einen Keks aus
der Hand stibitzte.
Plötzlich stand eine der Damen auf, nahm ihre Handtasche und
meinte, nun wäre es aber Zeit für sie, wieder nach Hause zu gehen. Sie wurde von
Pat freundlich gebeten, ihr in der Küche bei der Zubereitung des Mittagsessens
zu helfen, was sie auch tat. Bald darauf duftete es aus der Küche und die Damen
wurden zum Essen gebeten. Einzeln wurden sie in die Küche begleitet und an ihren
Platz geführt. Bevor wir uns verabschiedeten, sahen wir noch, wie alle zusammen
um den großen Küchentisch saßen: die fünf Ladies, die Besucherin und die beiden
Enkel. Pat und Julie waren noch mit dem Auftragen der Speisen beschäftigt,
setzten sich später aber auch dazu.
Ich hatte vorher noch gefragt, was nach dem Mittagessen
passiert, ob es z.B. eine Mittagsruhe gäbe. Das sei nicht der Fall, in der Regel
würden sie nach dem Essen einen Spaziergang machen oder mit dem Bus in einen
Park fahren. Bei schlechtem Wetter würde man im Wohnzimmer Musik hören, vorlesen
und erzählen. Hilfe bei den Toilettengängen und der Hygiene gehören auch zu den
Aufgaben von Pat und Julie.
Gegen 3 Uhr gibt es wieder Tee und Gebäck, anschließend
werden die Damen von Pat und Julie nach Hause gefahren.
Im J.D.I.-Stützpunkt, trafen wir wieder mit unseren
Kolleginnen zusammen und hatten Lunch. Ich habe mich anschließend um weitere
Informationen über Auswahl der Familien und Betreuerinnen, deren Schulung und
die Qualitätssicherung des Projekts bemüht. Zur Information bekam ich das
Handbuch, ein
Assessment-Formular und einen Betreuer-Vertrag
ausgehändigt.
Leider war keine Zeit mehr, um Näheres über Time to Share zu
erfahren. Das Handbuch und die Verträge werden gerade überarbeitet. Nach der
Fertigstellung bekomme ich sie zugesandt.
Ich habe mich auch nach der Möglichkeit einer Hospitation
erkundigt, die jederzeit dort möglich ist. Jim freut sich, wenn er uns
behilflich sein kann.
Zurück in Stirling wurden die Erfahrungen zusammen getragen
und diskutiert. Wir waren alle beeindruckt von den Aufenthalten in den einzelnen
Homes und konnten als negativen Punkt nur die Frage, was bei einer plötzlichen
Erkrankung der Betreuerin, die ihr Haus öffnet, geschehe, benennen. Eine junge
Studentin aus den USA hat unser Gruppenergebnis im Plenum mit den Worten: „Ich
habe mich bei der Familie so geborgen gefühlt wie zu Hause bei meinen Eltern im
Wohnzimmer“ auf den Punkt gebracht.
Dieser umfasst:
Folgende
Referenzen und Auskünfte werden eingeholt:
Assessment Periode
-
Die Dauer dieses Zeitraumes hängt
davon ab, wie viel Zeit benötigt wird, um die erforderlichen Informationen zu
bekommen, der Verfügbarkeit der erforderlichen Schulungsmaßnahmen und der
Zeit, die der Projektmitarbeiter benötigt, um die Person kennen zu lernen und
den Hintergrundbericht zu schreiben.
- Ein
wichtiger Teil des Assessments besteht darin, dass die Bewerberin drei Tage in
drei verschiedenen, anerkannten Betreuungshaushalten verbringt.
- Der
Projektmitarbeiter muss sich ein Bild darüber machen können, ob die Bewerberin
die Einstellung, Qualität und Kompetenzen hat, die die Gäste benötigen. Sie
sollte außerdem über die erforderlichen Fähigkeiten und Erfahrungen verfügen,
um den auf sie zukommenden Aufgaben gewachsen zu sein.
- Der
vollständige Assessment-Bericht sollte mit der Bewerberin besprochen werden,
bevor er dem Anerkennungs-Gremium vorgelegt wird.
Anerkennungsprozess
vor einem unabhängigem, qualifiziertem Gremium
- Die
Entscheidung über die Anerkennung wird von einem qualifizierten und erfahrenen
Gremium getroffen, das mit dem Assessment-Prozess nichts zu tun hatte und von
der J.D.I. berufen wurde. Das Gremium verfügt über klare Bestimmungen
hinsichtlich der übernommenen Rolle, seiner Verantwortung und Befugnisse.
- Wenn der
Eindruck entsteht, dass ein Gespräch mit dem gesamten Gremium die Bewerberin
zu sehr einschüchtert, können zwei Mitglieder für eine Besprechung mit ihr
ausgewählt werden.
-
Ehrenamtliche brauchen die Besprechung nicht durchzuführen, es sei denn, sie
wollen in ihrem eigenen Haushalt arbeiten.
- In
schwierigen Fällen wird ein Rechtsmittelverfahren eingeleitet, zu dem eine
fachkundige Person, die nicht in das Anerkennungsverfahren eingebunden ist,
hinzugezogen wird. Jede/r Bewerber/in wird über ihre/seine Rechte informiert
und hat die Möglichkeit, gegen die Empfehlung und/oder Entscheidung des
Gremiums Widerspruch einzulegen.
- Alle
Bewerberinnen müssen eine mindestens drei Monate dauernde Probezeit
durchlaufen.
- Wenn
dies erfolgreich geschehen ist, wird ein Beschäftigungs-Therapeut das Haus der
Bewerberin besuchen und einen Bericht anfertigen. Er wird insbesondere darauf
eingehen, ob die Unterkunft den nationalen Mindest-Standards und den
Bedürfnissen der Gäste entspricht. Die Kosten für erforderliche Umbaumaßnahmen
werden ermittelt und die Arbeiten durchgeführt. Kleinere Maßnahmen werden über
das Budget der J.D.I. finanziert, über größere Maßnahmen muss verhandelt
werden.
Einführungstraining
Mit
Einführung in folgende Inhalte wird die Assessment-Periode beendet:
-
Philosophie, Ziele und Art der Dienste
- Wie die
Ziele erreicht werden können und wie die Dienste in der Praxis arbeiten
-
Grundsätze und Handlungsweisen der Home from Home Modelle
-
Haltungen und Werte, einschließlich Vertraulichkeit
- Rolle
und Verantwortung.
Laufendes
Training
(erfolgt nach der Anerkennung)
-
Gesundheit und Sicherheit
- Umgang
mit Menschen mit Demenz (Pflege und Betreuung)
- Umgang
mit Medikamenten
-
Verschwiegenheit
-
Geschäftliche Angelegenheiten (Steuern, Versicherungen)
-
Chancengleichheit
-
Anti-Diskriminierungs-Strategie
- Erste
Hilfe im Notfall
-
Infektionskrankheiten beachten
-
Lebensmittelhygiene
- Bewegen
und Spielen
- Quellen
für zusätzliche Information und Unterstützung
-
Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen und Familien
- Kontakt
zu anerkannten Betreuerinnen
- Zeit mit
demenzkranken Gästen verbringen
-
Dokumentation
Die folgende Ausstattung erhalten die Betreuerinnen für
das Haus:
-
Feuerdecken
-
Hilfsmittel für das Badezimmer, wie vom Beschäftigungs-Therapeuten empfohlen
- Tagebuch
- 100
Pfund für sonstige Ausstattungsgegenstände
-
abschließbare Akten-Boxen für die Berichte
-
Erste-Hilfe-Ausstattung.
Rolle und
Kompetenzen der Home from Home Betreuerinnen
Es ist
wichtig, dass Sie ihre eigene Rolle und Kompetenzen kennen, und die der anderen.
Für Sie als
Betreuerin ist es wichtig, dass Sie
- die
Hauptziele des Betreuungsmodels, die im Betreuer-Handbuch und –Vertrag
beschrieben sind, kennen.
-
garantieren, auf die Bedürfnisse der Gäste während des Aufenthaltes bei Ihnen
einzugehen. Bedürfnisse und Verhaltensweisen, mit denen Sie nicht klar kommen,
müssen mit den Projektmitarbeitern oder anderen zuständigen Berufsgruppen
besprochen werden.
- mit
Notfällen umgehen können und wissen, wohin Sie sich wenden müssen, wenn ein
Notfall außerhalb der normalen Bürozeiten auftritt.
- familiär
und entsprechend unseren aktuellen Handlungsanleitungen mit den Gästen umgehen
und sie in einer angemessenen Art und Weise erklären können.
- falls
Sie ein Auto benutzen, das MOT-Zertifikat, den Führerschein, die
Steuerbescheinigung und Versicherung für eine Überprüfung bereithalten.
- Aufbau,
Weiterführung und Gebrauch der Berichte entsprechend den gesetzlichen
Anforderungen handhaben und den Datenschutz beachten.
- die
Gäste über jeden vorgesehenen Besuch der Projektmitarbeiter informieren und
sicherstellen, dass sie mit ihnen reden können, wenn sie es möchten.
- am
Anfang die Öffnungszeit mit der Projekt-Mitarbeiter besprechen und diese
flexibel handhaben. Die Aufnahme der Gäste sollte sehr allmählich geschehen,
damit sich die Beziehung entwickeln und beobachtet werden kann, ob sich der
Gast wohl fühlt. Es wird erwartet, dass Sie den Gast in seinem Zuhause
besuchen, um ihn, seine Angehörigen und seine Lebensumstände kennen zu lernen.
Dies wird erleichtert durch einen Fragebogen, ein Risiko-Assessment, einen
Biografiebogen und ein Medikamenten-Formular. Die zuständige Gemeindepflegerin
sollte über diesen Vorgang informiert werden.
Unterstützung und
Begleitung der Betreuerinnen
Das
Handbuch mit Ihrem Dienstvertrag, die Pflegestandards für das AP-Modell, das
Einführungstraining und die weiteren Fortbildungen sind die Schlüsselwerkzeuge
für Ihre Arbeit. Arbeitsgrundlage ist entweder ihre eigene Wohnung oder die
Wohnung einer Kollegin, Freundin oder Verwandten. Sie können als Freiwillige
oder als Selbständige tätig werden. Wie immer Sie es auch betrachten,
Betreuerinnen bieten eine Dienstleistung an, die durch ihre Ideen und
Interessen, das Training, ihren beruflichen Hintergrund, ihre Persönlichkeit
und ihr Familienleben geprägt wird. Die Bedeutung der eigenen Wohnung ist eine
der Stärken des Projekts, es macht jedes Angebot einmalig und gibt jeder
Betreuerin die Möglichkeit zur kreativen Entfaltung, aber auch die Verpflichtung
zur Verantwortung. Hinzu kommt die Tatsache, dass die AP-Betreuerinnen im Namen
des Councils ausgewählt und verpflichtet wurden, eine Dienstleistung anzubieten,
die bestimmte Haltungen, Werte, Standards und Vorgehensweisen beachtet.
Der
Betreuer-Vertrag
Der
schriftliche Vertrag definiert die Rollen und Verantwortlichkeiten beider
Partner, des Councils und der Betreuerin, sowie die Anforderungen des Projekts
an die Betreuerin.
Zentraler
Vertragspunkt ist die Anforderung, die Tagesgäste zu vollen Familienmitgliedern
zu machen mit dem gleichen Anspruch auf Privatsphäre, Bewegungsfreiheit und
Wahlmöglichkeiten.
Unterstützung der Betreuerinnen
-
Das Projekt garantiert, dass Sie die für Ihre Arbeit
erforderliche Unterstützung bekommen.
-
Sie werden einem Projekt-Mitarbeiter zugeordnet, der
regelmäßig mit Ihnen Kontakt aufnimmt.
-
alle 6 bis 8 Wochen finden Treffen der Betreuerinnen
statt, in denen Themen nach deren Wünschen besprochen und über die Protokolle
angefertigt werden.
-
Das Projekt bietet zusätzliche Unterstützung und
rechtliche Beratung an, um die gewünschte Qualität in der Betreuung sicher zu
stellen.
-
Das Projekt unterstützt die Betreuer darin, untereinander
in Kontakt zu treten und fördert gemeinsame Treffen.
-
Über die Honorarzahlungen und die Zahlungsmodalitäten
bekommen Sie schriftliche Informationen.
Die jährliche
Überprüfung des Betreuungshaushalts
Eine Überprüfung wird einmal jährlich vor Ort durchgeführt.
Diese beinhaltet:
-
Evaluation der
Betreuungsarbeit vor Ort auf Einhaltung der vertraglichen Vorgaben und der
nationalen Betreuungsstandards (Qualitätssicherung).
-
Entwicklung und
Trainingsbedarf der Betreuerin
-
Evaluation der
Begleitung und Unterstützung durch die Projektmitarbeiter
-
Alle
erforderlichen Aktualisierungen der formalen Prüfungen.
-
Spezielle
Prüfungen: Rauchmelder, Erste-Hilfe-Ausstattung, Feuerdecken, Unfall-buch,
Tagebuch, Beschwerdeverfahren-Merkblätter, Brandverhütungsmaßnahmen.
Über die Besprechung wird ein Bericht verfasst, der die
Sichtweise von
enthält.
Die Betreuerin erhält die Gelegenheit, den Bericht zu lesen
und Kommentare hinzuzufügen, bevor er vor dem offiziellen Gremium beraten wird.
Falls der Bericht eine Empfehlung zur Beendigung der Anerkennung enthält, wird
die Betreuerin über ihr Recht auf Widerspruch informiert.
Sollten sich größere Veränderungen im Umfeld der Betreuerin
ergeben, z.B. eine Beschwerde über Misshandlung oder eine Vernachlässigung mit
anschließendem Ermittlungsverfahren, muss eine sofortige zusätzliche Überprüfung
durchgeführt werden.
Für die zusätzliche Betreuungskraft wird eine separate
jährliche Überprüfung durchgeführt.
Fortbildung und
Entwicklung der Betreuerinnen
Ihr Fortbildungsbedarf wird am Anfang mit dem zuständigen
Projektmitarbeiter festgelegt. Vorraussetzung ist, dass sie die Fähigkeiten und
das Wissen haben, um den Zielen der häuslichen Tagesbetreuung, den Pflege- und
Betreuungsstandards und den wechselnden Bedürfnissen der Gäste gerecht zu
werden.
Es wird die Möglichkeit geboten, zusätzlich eine SVQ oder
eine andere national anerkannte Pflegequalifikation für die Arbeit zu erwerben.
Sollte durch den veränderten Gesundheitszustand der Gäste,
die das Haus besuchen, ein Einsatz technischer- oder sonstiger Hilfsmittel
erforderlich werden, stellt das Projekt durch ein zusätzliches Training sicher,
dass sie damit angemessen umgehen können.
Zielsetzung des Projekts ist es, jährlich 2 Tage Fortbildung
und 2 abendliche Treffen für alle im Projekt eingesetzten Betreuerinnen
anzubieten. Für die Treffen wird eine fachliche Begleitung angeboten.
Qualitätssicherung
Die neuen Pflege- und Betreuungsstandards für unsere
Tagesbetreuungsmodelle sollen demonstrieren, dass unsere Angebote einen hohen
Standard haben und den Bedürfnissen der Zielgruppe entsprechen.
Die Qualitätssicherung für dieses Projekt ist deshalb nicht
eine einzelne Intervention sondern vielmehr ein ständiger Prozess, bei dem der
zuständige Projekt-Mitarbeiter auf verschiedenen Ebenen mitbekommt, wie die
Arbeit läuft. Die Qualitätssicherungsinstrumente sind in anderen Teilen des
Handbuchs bereits beschrieben und beinhalten z.B.:
-
die jährliche
Überprüfung der einzelnen Haushalte und die Besprechung der Berichte in dem
Anerkennungs-Gremium (in der Regel vorgestellt von einem Projekt-Mitarbeiter,
der nicht für den Haushalt zuständig ist).
-
Die Überprüfung
des Wohlbefindens der Gäste (unterstützt durch die Angehörigen und
Pflegemanager)
-
Home-from-Home-Gruppen
-
Besuch von
Gremien-Mitgliedern in den Haushalten
-
Berichte der
anderen Familienmitglieder
-
Regelmäßige
Unterstützung und unangemeldete Besuche durch die Projekt-Mitarbeiter
-
Jährliche
Evaluation der Haushalte
-
Unangemeldete
Besuche interessierter Mitglieder
-
Rückmeldung
anderer Dienste/Behörden
-
Regelmäßige
Überprüfung der Fortbildung
-
Teilnahme der
Betreuerinnen an Konferenzen mit der Dienststelle
-
Forschung.
Das Council hat ein formales Beschwerdeverfahren, das allen
Dienstleistungsnutzern zugänglich ist, unabhängig davon:
-
Wer sie sind
... und egal welchen Alters, Geschlechts, welcher Rasse, Religion,
sexueller Orientierung oder körperlichen Fähigkeiten;
-
Wo sie
wohnen ... ob in einem gekauften, gemieteten Haus oder einer
Sozialwohnung, alleine lebend oder mit anderen, im Krankenhaus oder im
Gefängnis.
Es ist ihr Recht, sich zu beschweren und ihre Beschwerden
werden in Übereinstimmung mit dem Verfahren untersucht. Es ist wichtig, dass
sich die Gäste ihrer Rechte bewusst sind und dass sie Gelegenheit bekommen, ihre
Unzufriedenheit mit der erhaltenen Dienstleistung auszudrücken. Das kann
beinhalten, dass sie einen unabhängigen Fürsprecher benötigen, dies wird vom
Projekt unterstützt.
Eine Aufzeichnung über das Beschwerdeverfahren mit allen
Unterlagen über die Ermittlungen und durchgeführten Maßnahmen wird vom
Projekt-Manager kontrolliert und aufbewahrt.
(siehe Anhang K 5 der Kopie der Beschwerdebroschüre)
Einführungsphase
Sobald Sie als Betreuerin anerkannt sind, ist es wichtig,
dass Sie sich als Selbständige anmelden. Sie werden das Formblatt CWF1 ausfüllen
müssen welches im Starter-Up-Paket enthalten ist oder unter der Tel.-Nr. 0845
915 4515 bestellt werden kann. Freiwillige Betreuerinnen (RHH) müssen ebenfalls
registriert werden. Alle weiteren Einzelheiten über die Bezahlung von Steuern
und nationalen Versicherungsbeiträgen können in der Broschüre „Informationen für
Betreuer – Einkommen und Kosten, Steuern und nationale Versicherungsbeiträge“.
(siehe Anhang H) gefunden werden.
Honorar
Diejenigen, die selbständig sind, erhalten ein Entgelt für
die Bereitstellung des Angebotes für einen vereinbarten Zeitraum im Jahr. Der
Betrag richtet sich nach der SCP 20 für Betreuerinnen, die ihr Haus öffnen (RHH)
und SCP 9 für Betreuerinnen, die als zusätzliche Unterstützung in einem Haushalt
mitarbeiten (CHH oder PHH). Diese Skalen beinhalten eine jährliche Steigerung
der Vergütung. Sie beinhalten ebenso, dass die Betreuerinnen alle eine ähnliche
Arbeit verrichten. Zeiten für Ausbildung, Besprechungen, Einführungen und
Betreuerinnen-Treffen werden gesondert vergütet. Diese müssen sorgfältig
aufgezeichnet und alle drei Monate angefordert werden. Die Honorare und
Aufwandsentschädigungen werden 14-tägig bezahlt.
Aufwandsentschädigungen
Aufwandsentschädigungen für die Gruppe berechnen sich nach
der Anzahl der betreuten Gäste. Es gibt pro Tag einen Betrag in Höhe von 20
Pfund für das Öffnen des Hauses und weitere 3 Pfund für Ausflüge und
Ausstattung. Dazu kommen 4 Pfund für jeden anwesenden Gast. Die
Aufwandsentschädigung wird nach dem Durchschnitt der betreuten Gäste für sechs
Monate berechnet und 14-tägig bezahlt, zusammen mit dem Honorar. Der Betrag wird
nach drei Monaten überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Berechnungsbeispiel (von mir) für die Betreuung von 4
Gästen an 2 Tagen pro Woche:
Pro Tag: 23 Pfund Grundbetrag + 16 Pfund für 4 Gäste = 39
Pfund x 2 Tage = 78 Pfund, etwa € 121,68 pro Woche, € 486,72 pro Monat. Das
Betreuungshonorar kommt noch hinzu.
AP-Betreuerinnen (RHH) mit Freiwilligenstatus bekommen
zusätzlich 5 Pfund pro Tag für ihrer persönlichen Ausgaben.
Freiwillige, die dem „Home-from-Home“ ihre Zeit spenden,
bekommen ebenfalls 5 Pfund pro Tag um persönliche Kosten auszugleichen, sie
werden direkt von der J.D.I. bezahlt.
Diese Kosten werden so schnell wie möglich erstattet, aber
das Verfahren kann bis zu zwei Wochen dauern.
Kostenanforderung
Die Betreuerin, die ihr Haus öffnet (RHH), ist dafür
verantwortlich, dass die Kosten für die Gäste regelmäßig angefordert werden.
Wenn, egal aus welchem Grund, die Gruppe nicht im Haus ist, bekommen die für
diesen Tag eingeteilten Betreuerinnen trotzdem die Aufwandsent-schädigung, das
muss aber quittiert werden. Beigefügt werden muss auch die wichtigste
Grundinformation, warum die Gruppe nicht stattgefunden hat.
Wohlfahrts-Leistungen (Welfare Benefits)
Die Beschaffenheit des Modells macht es sehr schwierig für
Leute, die Sozialhilfe bekommen. Wenn Sie eine Berufsunfähigkeits-Rente
beziehen, zum Beispiel wegen einer Krankheit, können Zweifel an der
Rechtmäßigkeit entstehen, wenn Sie sich als eine AP-Betreuerin bewährt haben. In
einigen Fällen konnten hier individuelle Lösungen gefunden werden. Es gibt z.B.
ein „therapeutisches Einkommen“, welches Leuten mit Erwerbsunfähig-keitsbezügen
erlaubt, eine bezahlte Arbeit im begrenzten Umfang zu übernehmen, ohne die Rente
zu beeinflussen. Wenn eine Betreuerin Leistungen der Hilfe zum Lebensunterhalt
bezieht, wird die Bezahlung, die sie für die Betreuung von Gästen erhält, die
keine Familien-mitglieder sind, nicht berücksichtigt, sofern die Betreuung durch
eine anerkannte Behörde organisiert wird.
(Siehe Einkommenssicherung, allgemeine Vorschriften 1987
Anhang 9 Paragraf 27)
(Siehe Anschreiben im Anhang H“)
Spenden
Einige Betreuerinnen führen Fundraising-Events durch, um
zusätzliche Geldmittel für besondere Ausflüge oder Ausstattungen zu bekommen.
Andere mögen kleine Geschenke von dankbaren Angehörigen erhalten. Wieder andere
spenden an einen Fond, der eingerichtet wurde, um neue Dienstleistungen oder
Projekte zu entwickeln.
Jeder größere Betrag kann auf ein Spendenkontos beim Falkirk
Council eingezahlt werden, die Betreuerinnen können aber auch ein eigenes
Spendenkonto eröffnen. So oder so, weil Sie mit öffentlichen Geldern umgehen,
müssen Spendeneingänge mit dem Projekt-Mitarbeiter besprochen, im Jahresbericht
erwähnt und die Geschäftsbücher zur Buchprüfung geöffnet werden.
Fahrdienst
Der Fahrdienst für die Gruppenmitglieder ist in jedem
Council-Bezirk unterschiedlich geregelt. Die meisten Betreuerinnen haben
freiwillige Fahrer oder örtliche Taxi-Unternehmen, die als ein Teil des Teams
betrachtet werden. Der Transport der Gäste wird anfangs mit dem
Projekt-Mitarbeiter besprochen, aber die späteren Arrangements werden direkt mit
der AP-Betreuerin verhandelt. Wird der Transport von den Betreuerinnen
durchgeführt, erhalten sie dafür die festgelegte Kostenerstattung.
Für jedes Gruppenmitglied wird eine Risiko-Einschätzung
benötigt, ob es alleine im Auto oder Taxi transportiert werden kann oder eine
Begleitung erforderlich ist. Die anfängliche Beurteilung wird bei der Aufnahme
gemacht und ist Teil des Aufnahme-Formulars.
Die Betreuerinnen erhalten ihre Fahrt zum Betreuungshaushalt
und zurück nicht bezahlt.
Alle Betreuerinnen bekommen die Fahrtkosten zu den
Fortbildungen erstattet.
Es ist wichtig, dass Sie Informationen über jeden Gast
verfügbar haben, wenn die Gruppe einen Ausflug macht. Eine
Erste-Hilfe-Ausrüstung sollte immer greifbar sein.
Versicherung
Als anerkannte „Dienststelle“ sind Sie versichert durch die
Grundversicherung des Council. Diese beinhaltet den Personen-Unfall-Schutz, die
Einzelheiten können im J.D.I.-Büro eingesehen werden. Sie können dann
entscheiden, ob die vorhandene Deckung für Ihren Bedarf ausreichend ist oder ob
Sie auf eigene Kosten eine zusätzliche Personen-Unfall-Versicherung abschließen.
Die Haftpflichtdeckung des Council´s bietet eine Haftungssumme von 20.000.000
Pfund. Gemäß der Police werden Leistungen fällig, falls ein Schaden durch
irgendeine Fahrlässigkeit entsteht und das Council oder Sie selbst, als
Dienstleisterin für das Council, dafür haftbar gemacht werden.
Schäden am Eigentum der Betreuerin verursacht durch den Gast
und jeder Unfall des Gastes der durch die Struktur des Haushalts verursacht
wurde, müssen durch die Hausratsversicherung des Haushalts versichert werden.
Die Versicherung muss schriftlich über die Absicht, diese Art der Betreuung im
Haus durchzuführen, informiert werden und eine schriftliche Erlaubnis erteilen.
Ebenso muss Ihre Auto-Versicherungs-Gesellschaft schriftlich
informiert werden, wenn Sie oder irgendein Familienmitglied am Transport
beteiligt ist. In dere Auto-Haftpflicht-Police muss vermerkt sein, dass das Auto
für geschäftliche Zwecke verwendet werden kann.
(siehe Brief im Anhang J)
Verfahrensweise bei Notfällen zwischen Montag und Freitag
9.00 Uhr bis 17.00 Uhr:
-
Verbindung
aufnehmen mit dem J.D.I. Telefon 01324 501730. Falls der zuständige
Projekt-Mitarbeiter nicht da ist, versuchen, ihn über das Handy zu erreichen.
Wenn das nicht gelingt, mit einem anderen Projekt-Mitarbeiter oder dem
Team-Manager sprechen.
-
Wenn dieser
nicht verfügbar ist, mit dem Seniorenberater, dem diensthabenden Polizisten
oder dem Team-Manager mit der gleichen Telefonnummer Kontakt aufnehmen.
Betonen, dass es dringend ist.
Verfahrensweise bei Notfällen außerhalb der Bürozeiten:
-
Wenn niemand
erreichbar ist, das NOTFALL-TEAM des Sozialdienstes anrufen. Der
Notfall-Helfer wird nicht immer sofort da sein, aber man kann per Funk
Verbindung aufnehmen bzw. der Telefonist kann ihn erreichen, um so bald wie
möglich zurückzurufen Tel.: 0176 470500.
-
Die Alzheimer
Scotland-Action on Dementia betreibt ein 24-Stunden-Hilfe-Telefon, wo Sie mit
jemandem sprechen können, der versteht und Informationen über
Hilfsmöglichkeiten geben kann. Die kostenlose Telefonnummer ist:
0800-317-317.
Das Folgende sollte berichtet werden:
-
Verletzungen
oder ungewöhnliche Merkmale am Körper des Gastes.
Beachte außerdem: Anhang K 3 , Leitfaden des Councils
über Misshandlungen
-
Aggressive
oder Unruhe stiftende Verhaltensweisen.
Beachte außerdem: Anhang K 1, Verfahrensweise des
Councils über einschränkende Maßnahmen.
-
Plötzliche
Erkrankungen
Verbindung aufnehmen mit Ihrem eigenen Hausarzt oder dem
Hausarzt des Gastes.
Zu beachten sind außerdem die oben beschriebenen
Notfall-Verfahrensweisen.
Besprechen Sie mit dem Projekt-Mitarbeiter oder anderen
Experten, wie die Familie informiert werden soll. Das kann unterschiedlich sein,
abhängig von den individuellen Umständen.
-
Unfälle
Zuerst medizinische Hilfe holen. Wenn das Leben des Gastes
in Gefahr ist, wird der Arzt wissen, was zu tun ist.
Zu beachten sind außerdem die oben beschriebenen
Notfall-Verfahrensweisen.
Besprechen Sie mit dem Projekt-Mitarbeiter oder anderen
Experten, wie die Familie informiert werden soll. Das kann unterschiedlich sein,
abhängig von den individuellen Umständen.
-
Ein Gast
wird vermisst
Es wird erwartet, dass die Gäste angemessen beaufsichtigt
werden und normalerweise sollte bemerkt werden, wenn jemand hinausgeht. Wie auch
immer, wenn ein Gast vermisst wird:
-
Sofort Haus und Garten kontrollieren.
-
Die unmittelbare Nachbarschaft des Hauses kontrollieren.
-
Die Polizei verständigen. Die Entscheidung, wann die
Polizei informiert werden sollte, hängt von Ihren Erfahrungen mit dem Gast und
seiner Routine ab. Die Polizei wird eine Beschreibung des Gastes benötigen,
wann er das letzte Mal gesehen wurde, welche Bekleidung er getragen hat usw.
Ein aktuelles Foto des Gastes und eine Auflistung der Orte, an die er gehen
könnte, zum Beispiel frühere Wohnadressen, die Adresse des früheren
Arbeitsplatzes oder bevorzugte Lieblingsplätze können hilfreich sein.
-
Zu
beachten sind außerdem die oben beschriebenen Notfall-Verfahrensweisen.
-
Besprechen Sie mit dem Projekt-Mitarbeiter oder anderen
Experten, wie die Familie informiert werden soll. Das kann unterschiedlich
sein, abhängig von den individuellen Umständen.
-
Tod des
Gastes
Hoffentlich wird dieses Verfahren nicht benötigt, aber es
ist beruhigend, genau zu wissen, was in einer solch schwierigen Zeit getan
werden sollte.
-
Verbindung
aufnehmen mit dem Hausarzt. Er wird das weitere Vorgehen, entsprechend den
Umständen des Todes, einleiten. Ein unerwarteter Tod liegt vor, wenn der Gast
seinen Hausarzt innerhalb der letzten 15 Tage vor dem Tod nicht gesehen hat.
Der Hausarzt wird den Kontakt zur Polizei herstellen, die ihnen Fragen stellen
wird. Es wird standardmäßig ein Bericht für die Behörde erstellt.
Wenn der Tod zu erwarten war und vom Hausarzt amtlich
bescheinigt wurde, wird die Leiche normalerweise, auch im Fall eines plötzlichen
Todes, von einem Bestattungs-unternehmen abgeholt. Fall es nicht möglich ist,
mit der Familie Verbindung aufzunehmen, sollte der Transport der Leiche mit dem
Projekt-Mitarbeiter oder anderen Experten vorab besprochen werden. Genaue
Informationen über etwaige, für den Verstorbenen wichtige religiöse Rituale,
sollten verfügbar sein, um das Begräbnis zu arrangieren.
Grundsätze und Verfahrensweisen
Die Grundsätze und Verfahrensweisen des Home-from-Home
Projekts stimmen mit den Bestimmungen und anerkannten fachlichen Standards
überein. Sie sollten aktuelle Kopien von allen Grundsätzen, Handlungsweisen und
Praxisanleitungen haben.
Vertraulichkeit
Wenn Sie den Gast und seine Familie kennen lernen, werden
Sie persönliche Informationen über ihn und seine Lebensverhältnisse bekommen und
evtl. auch verschiedene Familien-geheimnisse erfahren. Diese vertraulichen
Informationen sollten nicht weiter gegeben werden, z.B. an Verwandte oder
Nachbarn.
Sie können entscheiden, dass ein Geheimnis die Sache der
Familie ist. Aber wenn Sie glauben, dass irgendjemand in Gefahr ist und/oder
sehr verzweifelt, sollte das mit dem Projekt-Mitarbeiter besprochen werden.
Alle Aufzeichnungen müssen genau, sicher und vertraulich
sein. Wenn der Gast aus der Betreuung ausscheidet, werden die Aufzeichnungen dem
Projekt-Mitarbeiter/J.D.I.-Büro übergeben.
Medikamentöse Behandlung
Gesonderte Richtlinien sind vorhanden können im Anhang K 2
gefunden werden.
Unterschriftsberechtigung – medizinische/chirurgische Vorgänge
Wenn der Gast nicht in der Lage ist, medizinischen oder
chirurgischen Eingriffen zuzustimmen, liegt es nicht in Ihrer Kompetenz, die
Zustimmung mündlich oder schriftlich zu erteilen. Diese Verantwortlichkeit liegt
bei einem benannten Angehörigen oder der medizinischen Pflegekraft.
Wenn der Gast als „nicht geschäftsfähig“ diagnostiziert
wurde, keinen Angehörigen hat und häufig medizinische Eingriffe benötigt, kann
es notwendig sein, ihm einen gesetzlichen Betreuer zur Seite zu stellen. Eine
Einschätzung der Situation sollte mit dem örtlichen Team-Manager abgesprochen
werden
Geschenke
Grundsatz des Councils ist es, alle Geschenke bis auf
geringfügige Aufmerksamkeiten abzulehnen. Finanzielle Zuwendungen sollten unter
keinen Umständen angenommen werden.
Wenn irgendwelche Zweifel bestehen, bitte Verbindung mit dem
Projekt-Mitarbeiter aufnehmen.
Umgang mit Geld
Gäste sollten ermutigt werden, ihre finanziellen
Angelegenheiten selbst zu regeln, falls erforderlich mit Unterstützung und
Beratung durch die Betreuerin.
Sollte zur Regelung der finanziellen Angelegenheiten ein
offizieller Betreuer erforderlich sein, stellt das Projekt sicher, dass eine
Person gewählt wird, die unabhängig vom Projekt und der Hausbetreuerin ist.
Es sollte sicher gestellt werden, dass die Gäste auf ihre
eigenen finanziellen Unterlagen Zugriff haben und um Rat fragen können. Im
Haushalt ist für eine sichere Aufbewahrung von Geld und Wertgegenständen zu
sorgen.
Die Betreuerinnen sollen nicht in Testamente verwickelt
werden oder solche als Zeuge für den Gast unterschreiben.
Verschlossene Türen
Wenn Sie die Gewohnheit haben, während Ihrer Anwesenheit die
Türen als Schutz vor Einbrechern zu verschließen, sollte diese Methode
fortgesetzt werden. Ein Gast könnte sich aber eingeschränkt oder sogar
unterdrückt fühlen, wenn er die Tür von innen nicht öffnen kann. Es ist wichtig,
dass dies im Rahmen der Risikoeinschätzung besprochen wird und ihm ein
Hinausgehen ermöglicht wird, wenn er es wünscht.
Einschränkungen
Eine Kopie der Falkirk Council Grundsätze über den Umgang
mit Einschränkung von Gästen kann im Anhang K 1 gefunden werden.
Schutz vor
Misshandlungen
Gäste des Projekts sollen vor jeglicher Art der Misshandlung
geschützt sein. Die Falkirk Councils-Grundsätze hierzu sind dem Anhang K 3 zu
entnehmen.
Jede vermutete oder ausgeführte Misshandlung oder
Vernachlässigung muss sofort gemeldet werden.
Umgang mit Alkohol
Eine Kopie der Falkirk Council- Grundsätze über den Umgang
mit Alkohol kann dem Anhang K 4 entnommen werden.
Rauchen
Siehe Anhang K
Gegen
erzieherische Maßnahmen
Eine Kopie der Falkirk Council- Grundsätze über die
Einschränkung der Gäste kann dem Anhang K 9 entnommen werden.
Chancengleichheit
Eine Kopie der Falkirk Council- Grundsätze über die
Einschränkung der Gäste kann dem Anhang K 10 entnommen werden.
Handbuch
Die Kriterien und Verfahren zur Auswahl, Schulung und
Begleitung der Haushalte und Betreuerinnen sind im
Handbuch beschrieben. Diese zusätzlichen Informationen erlauben es erst,
sich ein umfassendes Bild über die Qualität dieses Angebots zu machen. Deshalb
soll es meinen Exkursionsbericht ergänzen.
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