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Exkursion zur Joint Dementia Initiative in Falkirk (J.D.I.)

 Bericht über den Besuch

 Nach dem interessanten Vortrag von Jim Kilgour wollte ich mehr über das Projekt erfahren und meldete mich zusammen mit vier weiteren Teilnehmerinnen zu dem Besuch in Falkirk an. Mich interessierte vor allen Dingen die Frage, wie in dieser „Grauzone Privathaushalt“ die Qualität der Betreuung sicher gestellt werden kann. Im Hinterkopf hatte ich dabei Erfahrungen aus meiner über 20 Jahre zurückliegenden Studienzeit, wo ich während eines Praktikums beim Schulpsychologen mitbekam, dass (nach meiner Auffassung) unfähige Familien vom Jugendamt als Pflegefamilien ausgewählt und mit der Erziehung von Kindern betraut wurden. Das mögen Einzelfälle gewesen sein, aber in diesem wichtigen Bereich ist jeder Einzelfall ein Fall zuviel.

 Wir wurden von Jim Kilgour und Sandra Hosie, einer Projektmitarbeiterin der J.D.I., in Stirling abgeholt und fuhren zunächst in den Stützpunkt im Dollar Park Falkirk, zentral in der Stadt und gleichzeitig ruhig in einem öffentlichen Park gelegen. Dort wurden wir freundlich empfangen und erhielten zunächst allgemeine Informationen über die Joint Dementia Initiative. Neben Jim, dem Team Manager, arbeiten dort 6 Projekt Worker (1 davon noch in Ausbildung), 1 Beraterin und 2 Bürokräfte.

Entsprechend großzügig sind auch die Räumlichkeiten, die wir nach einer kurzen Kaffeepause besichtigten. Neben dem gemütlichen Wohnzimmer gibt es das Büro von Jim, 2 kleinere und ein großes Büro mit 4 Arbeitsplätzen, einen kleineren Besprechungsraum, einen Lagerraum, in dem u.a. Hilfsmittel aufbewahrt werden sowie behindertengerechte Toiletten.

Anschließend fuhren jeweils eine Teilnehmerin mit einer Projekt-Mitarbeiterin in die Privathaushalte (Homes), die die Tagesbetreuung durchführen. Zuvor wurden wir noch gebeten, unsere Namensschilder abzunehmen und die Gäste nicht zu fotografieren.

 Sandra fuhr mit mir in das Haus von Pat, die zusammen mit Julie fünf demenzkranke Ladies an zwei Tagen pro Woche betreut. Pat und Julie starten an den Betreuungstagen kurz nach 9 Uhr, um die Damen mit dem PKW von zu Hause abzuholen. Etwa gegen 10 Uhr treffen sie im Haus ein und der Tag beginnt mit einer Tasse Tee und Shortbread.

 Wir trafen in einem typischen englischen Wohnzimmer mit Kamin und schweren Polster-Möbeln sechs ältere Damen und die beiden Betreuerinnen an. Eine Ehefrau, deren Mann länger als drei Jahre in diesem Haus betreut wurde und jetzt in einem Heim lebt, war zufällig zu Besuch da. Sie erzählte uns, dass im Laufe der Betreuungszeit ihres Mannes eine Freundschaft mit Pat und Julie entstanden sei und sie immer wieder gerne in dieses Haus komme. Wir tranken gemeinsam Tee und unterhielten uns. Die Damen schienen gerne hier zu sein. Nach einiger Zeit kamen die 5- und 7-Jahre alten Enkel von Pat, die bisher nebenan gespielt hatten, mit einem neuen Dartspiel zu uns ins Wohnzimmer. Sie befestigten die Zielscheibe am Türgriff und warfen die Pfeile. Zwei der demenzkranken Damen beobachteten dieses Spiel interessiert und beteiligten sich mit Ratschlägen, z.B. wie man den Pfeil besser in der Hand hält etc. Später kam auch noch der Hund der Familie hinzu. Er wurde reihum von den Damen gestreichelt, dann aber hinausgeschickt, als er einer Dame einen Keks aus der Hand stibitzte.

Plötzlich stand eine der Damen auf, nahm ihre Handtasche und meinte, nun wäre es aber Zeit für sie, wieder nach Hause zu gehen. Sie wurde von Pat freundlich gebeten, ihr in der Küche bei der Zubereitung des Mittagsessens zu helfen, was sie auch tat. Bald darauf duftete es aus der Küche und die Damen wurden zum Essen gebeten. Einzeln wurden sie in die Küche begleitet und an ihren Platz geführt. Bevor wir uns verabschiedeten, sahen wir noch, wie alle zusammen um den großen Küchentisch saßen: die fünf Ladies, die Besucherin und die beiden Enkel. Pat und Julie waren noch mit dem Auftragen der Speisen beschäftigt, setzten sich später aber auch dazu.

 Ich hatte vorher noch gefragt, was nach dem Mittagessen passiert, ob es z.B. eine Mittagsruhe gäbe. Das sei nicht der Fall, in der Regel würden sie nach dem Essen einen Spaziergang machen oder mit dem Bus in einen Park fahren. Bei schlechtem Wetter würde man im Wohnzimmer Musik hören, vorlesen und erzählen. Hilfe bei den Toilettengängen und der Hygiene gehören auch zu den Aufgaben von Pat und Julie.

Gegen 3 Uhr gibt es wieder Tee und Gebäck, anschließend werden die Damen von Pat und Julie nach Hause gefahren.

 Im J.D.I.-Stützpunkt, trafen wir wieder mit unseren Kolleginnen zusammen und hatten Lunch. Ich habe mich anschließend um weitere Informationen über Auswahl der Familien und Betreuerinnen, deren Schulung und die Qualitätssicherung des Projekts bemüht. Zur Information bekam ich das Handbuch, ein Assessment-Formular und einen Betreuer-Vertrag ausgehändigt.

Leider war keine Zeit mehr, um Näheres über Time to Share zu erfahren. Das Handbuch und die Verträge werden gerade überarbeitet. Nach der Fertigstellung bekomme ich sie  zugesandt.

Ich habe mich auch nach der Möglichkeit einer Hospitation erkundigt, die jederzeit dort möglich ist. Jim freut sich, wenn er uns behilflich sein kann.

 Zurück in Stirling wurden die Erfahrungen zusammen getragen und diskutiert. Wir waren alle beeindruckt von den Aufenthalten in den einzelnen Homes und konnten als negativen Punkt nur die Frage, was bei einer plötzlichen Erkrankung der Betreuerin, die ihr Haus öffnet, geschehe, benennen. Eine junge Studentin aus den USA hat unser Gruppenergebnis im Plenum mit den Worten: „Ich habe mich bei der Familie so geborgen gefühlt wie zu Hause bei meinen Eltern im Wohnzimmer“ auf den Punkt gebracht.

 

Dieser umfasst:

  • Grundinformationen über die Bewerberin und evtl. andere im Haushalt lebende Familienangehörige

  • Eine schriftliche Einverständniserklärung der Bewerberin, dass Auskünfte und Referenzen eingeholt werden können

Folgende Referenzen und Auskünfte werden eingeholt:

  • Nachweis des Einverständnisses des Hypothekengebers oder die Erlaubnis des Hausbesitzers, damit die Stabilität der  Einrichtung gegeben ist
  • Nachweis des Einverständnisses der Versicherungsgesellschaft
  • Gesundheitszeugnis
  • Komplett ausgefüllter Fragebogen
  • Zwei Referenzen von Personen, die die Bewerberin seit mindestens zwei Jahren kennen.

  •  

Assessment Periode
  • Die Dauer dieses Zeitraumes hängt davon ab, wie viel Zeit benötigt wird, um die erforderlichen Informationen zu bekommen, der Verfügbarkeit der erforderlichen Schulungsmaßnahmen und der Zeit, die der Projektmitarbeiter benötigt, um die Person kennen zu lernen und den Hintergrundbericht zu schreiben.

  • Ein wichtiger Teil des Assessments besteht darin, dass die Bewerberin drei Tage in drei verschiedenen, anerkannten Betreuungshaushalten verbringt.
  • Der Projektmitarbeiter muss sich ein Bild darüber machen können, ob die Bewerberin die Einstellung, Qualität und Kompetenzen hat, die die Gäste benötigen. Sie sollte außerdem über die erforderlichen Fähigkeiten und Erfahrungen verfügen, um den auf sie zukommenden Aufgaben gewachsen zu sein.
  • Der vollständige Assessment-Bericht sollte mit der Bewerberin besprochen werden, bevor er dem Anerkennungs-Gremium vorgelegt wird.

 Anerkennungsprozess vor einem unabhängigem, qualifiziertem Gremium

  • Die Entscheidung über die Anerkennung wird von einem qualifizierten und erfahrenen Gremium getroffen, das mit dem Assessment-Prozess nichts zu tun hatte und von der J.D.I. berufen wurde. Das Gremium verfügt über klare Bestimmungen hinsichtlich der übernommenen Rolle, seiner Verantwortung und Befugnisse.
  • Wenn der Eindruck entsteht, dass ein Gespräch mit dem gesamten Gremium die Bewerberin zu sehr einschüchtert, können zwei Mitglieder für eine Besprechung mit ihr ausgewählt werden.
  • Ehrenamtliche brauchen die Besprechung nicht durchzuführen, es sei denn, sie wollen in ihrem eigenen Haushalt arbeiten.
  • In schwierigen Fällen wird ein Rechtsmittelverfahren eingeleitet, zu dem eine fachkundige Person, die nicht in das Anerkennungsverfahren eingebunden ist, hinzugezogen wird. Jede/r Bewerber/in wird über ihre/seine Rechte informiert und hat die Möglichkeit, gegen die Empfehlung und/oder Entscheidung des Gremiums Widerspruch einzulegen.
  • Alle Bewerberinnen müssen eine mindestens drei Monate dauernde Probezeit durchlaufen.
  • Wenn dies erfolgreich geschehen ist, wird ein Beschäftigungs-Therapeut das Haus der Bewerberin besuchen und einen Bericht anfertigen. Er wird insbesondere darauf eingehen, ob die Unterkunft den nationalen Mindest-Standards und den Bedürfnissen der Gäste entspricht. Die Kosten für erforderliche Umbaumaßnahmen werden ermittelt und die Arbeiten durchgeführt. Kleinere Maßnahmen werden über das Budget der J.D.I. finanziert, über größere Maßnahmen muss verhandelt werden.

 

Förmliche Einführung in das Betreuungsmodell
 
Einführungstraining

Mit Einführung in folgende Inhalte wird die Assessment-Periode beendet:

  • Philosophie, Ziele und Art der Dienste
  • Wie die Ziele erreicht werden können und wie die Dienste in der Praxis arbeiten
  • Grundsätze und Handlungsweisen der Home from Home Modelle
  • Haltungen und Werte, einschließlich Vertraulichkeit
  • Rolle und Verantwortung.

 Laufendes Training (erfolgt nach der Anerkennung)

  • Gesundheit und Sicherheit
  • Umgang mit Menschen mit Demenz (Pflege und Betreuung)
  • Umgang mit Medikamenten
  • Verschwiegenheit
  • Geschäftliche Angelegenheiten (Steuern, Versicherungen)
  • Chancengleichheit
  • Anti-Diskriminierungs-Strategie
  • Erste Hilfe im Notfall
  • Infektionskrankheiten beachten
  • Lebensmittelhygiene
  • Bewegen und Spielen
  • Quellen für zusätzliche Information und Unterstützung
  • Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen und Familien
  • Kontakt zu anerkannten Betreuerinnen
  • Zeit mit demenzkranken Gästen verbringen
  • Dokumentation

 

Die folgende Ausstattung erhalten die Betreuerinnen für das Haus:
  •  Feuerdecken

  • Hilfsmittel für das Badezimmer, wie vom Beschäftigungs-Therapeuten empfohlen
  • Tagebuch
  • 100 Pfund für sonstige Ausstattungsgegenstände
  • abschließbare Akten-Boxen für die Berichte
  • Erste-Hilfe-Ausstattung.

 

Rolle und Kompetenzen der Home from Home Betreuerinnen

 Es ist wichtig, dass Sie ihre eigene Rolle und Kompetenzen kennen, und die der anderen.

 Für Sie als Betreuerin ist es wichtig, dass Sie

  • die Hauptziele des Betreuungsmodels, die im Betreuer-Handbuch und –Vertrag beschrieben sind, kennen.
  • garantieren, auf die Bedürfnisse der Gäste während des Aufenthaltes bei Ihnen einzugehen. Bedürfnisse und Verhaltensweisen, mit denen Sie nicht klar kommen, müssen mit den Projektmitarbeitern oder anderen zuständigen Berufsgruppen besprochen werden.
  • mit Notfällen umgehen können und wissen, wohin Sie sich wenden müssen, wenn ein Notfall außerhalb der normalen Bürozeiten auftritt.
  • familiär und entsprechend unseren aktuellen Handlungsanleitungen mit den Gästen umgehen und sie in einer angemessenen Art und Weise erklären können.
  • falls Sie ein Auto benutzen, das MOT-Zertifikat, den Führerschein, die Steuerbescheinigung und Versicherung für eine Überprüfung bereithalten.
  • Aufbau, Weiterführung und Gebrauch der Berichte entsprechend den gesetzlichen Anforderungen handhaben und den Datenschutz beachten.
  • die Gäste über jeden vorgesehenen Besuch der Projektmitarbeiter informieren und sicherstellen, dass sie mit ihnen reden können, wenn sie es möchten.
  • am Anfang die Öffnungszeit mit der Projekt-Mitarbeiter besprechen und diese flexibel handhaben. Die Aufnahme der Gäste sollte sehr allmählich geschehen, damit sich die Beziehung entwickeln und beobachtet werden kann, ob sich der Gast wohl fühlt. Es wird erwartet, dass Sie den Gast in seinem Zuhause besuchen, um ihn, seine Angehörigen und seine Lebensumstände kennen zu lernen. Dies wird erleichtert durch einen Fragebogen, ein Risiko-Assessment, einen Biografiebogen und ein Medikamenten-Formular. Die zuständige Gemeindepflegerin sollte über diesen Vorgang informiert werden.

 

Unterstützung und Begleitung der Betreuerinnen

 Das Handbuch mit Ihrem Dienstvertrag, die Pflegestandards für das AP-Modell, das Einführungstraining und die weiteren Fortbildungen sind die Schlüsselwerkzeuge für Ihre Arbeit. Arbeitsgrundlage ist entweder ihre eigene Wohnung oder die Wohnung einer Kollegin, Freundin oder Verwandten. Sie können als Freiwillige oder als Selbständige tätig werden. Wie immer Sie es auch betrachten, Betreuerinnen bieten eine Dienstleistung an, die durch ihre Ideen und Interessen, das Training, ihren beruflichen Hintergrund, ihre  Persönlichkeit und ihr Familienleben geprägt wird. Die Bedeutung der eigenen Wohnung ist eine der Stärken des Projekts, es macht jedes Angebot einmalig und gibt jeder  Betreuerin die Möglichkeit zur kreativen Entfaltung, aber auch die Verpflichtung zur Verantwortung. Hinzu kommt die Tatsache, dass die AP-Betreuerinnen im Namen des Councils ausgewählt und verpflichtet wurden, eine Dienstleistung anzubieten, die bestimmte Haltungen, Werte, Standards und Vorgehensweisen beachtet.

  Der Betreuer-Vertrag

 Der schriftliche Vertrag definiert die Rollen und Verantwortlichkeiten beider Partner, des Councils und der Betreuerin, sowie die Anforderungen des Projekts an die Betreuerin.

 Zentraler Vertragspunkt ist die Anforderung, die Tagesgäste zu vollen Familienmitgliedern zu machen mit dem gleichen Anspruch auf Privatsphäre, Bewegungsfreiheit und Wahlmöglichkeiten.

 Unterstützung der Betreuerinnen

 

  • Das Projekt garantiert, dass Sie die für Ihre Arbeit erforderliche Unterstützung bekommen.

  • Sie werden einem Projekt-Mitarbeiter zugeordnet, der regelmäßig mit Ihnen Kontakt aufnimmt.

  • alle 6 bis 8 Wochen finden Treffen der Betreuerinnen statt, in denen Themen nach deren Wünschen besprochen und über die Protokolle angefertigt werden.

  • Das Projekt bietet zusätzliche Unterstützung und rechtliche Beratung an, um die gewünschte Qualität in der Betreuung sicher zu stellen.

  • Das Projekt unterstützt die Betreuer darin, untereinander in Kontakt zu treten und fördert gemeinsame Treffen.

  • Über die Honorarzahlungen und die Zahlungsmodalitäten bekommen Sie schriftliche Informationen.

 

Die jährliche Überprüfung des Betreuungshaushalts

 

Eine Überprüfung wird einmal jährlich vor Ort durchgeführt. Diese beinhaltet:

  • Evaluation der Betreuungsarbeit vor Ort auf Einhaltung der vertraglichen Vorgaben und der nationalen Betreuungsstandards (Qualitätssicherung).

  • Entwicklung und Trainingsbedarf der Betreuerin

  • Evaluation der Begleitung und Unterstützung durch die Projektmitarbeiter

  • Alle erforderlichen Aktualisierungen der formalen Prüfungen.

  • Spezielle Prüfungen: Rauchmelder, Erste-Hilfe-Ausstattung, Feuerdecken, Unfall-buch, Tagebuch, Beschwerdeverfahren-Merkblätter, Brandverhütungsmaßnahmen.

 

Über die Besprechung wird ein Bericht verfasst, der die Sichtweise von

  • Betreuerin

  • anderen Haushaltsmitgliedern, sofern vorhanden,

  • den anwesenden Gäste und

  • des Projekt-Mitarbeiters

enthält.

 

Die Betreuerin erhält die Gelegenheit, den Bericht zu lesen und Kommentare hinzuzufügen, bevor er vor dem offiziellen Gremium beraten wird. Falls der Bericht eine Empfehlung zur Beendigung der Anerkennung enthält, wird die Betreuerin über ihr Recht auf Widerspruch informiert.

 

Sollten sich größere Veränderungen im Umfeld der Betreuerin ergeben, z.B. eine Beschwerde über Misshandlung oder eine Vernachlässigung mit anschließendem Ermittlungsverfahren, muss eine sofortige zusätzliche Überprüfung durchgeführt werden.

 

Für die zusätzliche Betreuungskraft wird eine separate jährliche Überprüfung durchgeführt.

 

 

Fortbildung und Entwicklung der Betreuerinnen

 

Ihr Fortbildungsbedarf wird am Anfang mit dem zuständigen Projektmitarbeiter festgelegt. Vorraussetzung ist, dass sie die Fähigkeiten und das Wissen haben, um den Zielen der häuslichen Tagesbetreuung, den Pflege- und Betreuungsstandards und den wechselnden Bedürfnissen der Gäste gerecht zu werden.

 

Es wird die Möglichkeit geboten, zusätzlich eine SVQ oder eine andere national anerkannte Pflegequalifikation für die Arbeit zu erwerben.

 

Sollte durch den veränderten Gesundheitszustand der Gäste, die das Haus besuchen, ein Einsatz technischer- oder sonstiger Hilfsmittel erforderlich werden, stellt das Projekt durch ein zusätzliches Training sicher, dass sie damit angemessen umgehen können.

 

Zielsetzung des Projekts ist es, jährlich 2 Tage Fortbildung und 2 abendliche Treffen für alle im Projekt eingesetzten Betreuerinnen anzubieten. Für die Treffen wird eine fachliche Begleitung angeboten.

 

 

Qualitätssicherung

 

Die neuen Pflege- und Betreuungsstandards für unsere Tagesbetreuungsmodelle sollen demonstrieren, dass unsere Angebote einen hohen Standard haben und den Bedürfnissen der Zielgruppe entsprechen.

Die Qualitätssicherung für dieses Projekt ist deshalb nicht eine einzelne Intervention sondern vielmehr ein ständiger Prozess, bei dem der zuständige Projekt-Mitarbeiter auf verschiedenen Ebenen mitbekommt, wie die Arbeit läuft. Die Qualitätssicherungsinstrumente sind in anderen Teilen des Handbuchs bereits beschrieben und beinhalten z.B.:

 

  • die jährliche Überprüfung der einzelnen Haushalte und die Besprechung der Berichte in dem Anerkennungs-Gremium (in der Regel vorgestellt von einem Projekt-Mitarbeiter, der nicht für den Haushalt zuständig ist).

  • Die Überprüfung des Wohlbefindens der Gäste (unterstützt durch die Angehörigen und Pflegemanager)

  • Home-from-Home-Gruppen

  • Besuch von Gremien-Mitgliedern in den Haushalten

  • Berichte der anderen Familienmitglieder

  • Regelmäßige Unterstützung und unangemeldete Besuche durch die Projekt-Mitarbeiter

  • Jährliche Evaluation der Haushalte

  • Unangemeldete Besuche interessierter Mitglieder

  • Rückmeldung anderer Dienste/Behörden

  • Regelmäßige Überprüfung der Fortbildung

  • Teilnahme der Betreuerinnen an Konferenzen mit der Dienststelle

  • Forschung.

 

 

Beschwerdeverfahren

 

Das Council hat ein formales Beschwerdeverfahren, das allen Dienstleistungsnutzern zugänglich ist, unabhängig davon:

 

  1. Wer sie sind ... und egal welchen Alters, Geschlechts, welcher Rasse, Religion, sexueller Orientierung oder körperlichen Fähigkeiten;

 

  1. Wo sie wohnen ... ob in einem gekauften, gemieteten Haus oder einer Sozialwohnung, alleine lebend oder mit anderen, im Krankenhaus oder im Gefängnis.

 

Es ist ihr Recht, sich zu beschweren und ihre Beschwerden werden in Übereinstimmung mit dem Verfahren untersucht. Es ist wichtig, dass sich die Gäste ihrer Rechte bewusst sind und dass sie Gelegenheit bekommen, ihre Unzufriedenheit mit der erhaltenen Dienstleistung auszudrücken. Das kann beinhalten, dass sie einen unabhängigen Fürsprecher benötigen, dies wird vom Projekt unterstützt.

 

Eine Aufzeichnung über das Beschwerdeverfahren mit allen Unterlagen über die Ermittlungen und durchgeführten Maßnahmen wird vom Projekt-Manager kontrolliert und aufbewahrt.

(siehe Anhang K 5 der Kopie der Beschwerdebroschüre)

 

 

Finanzielle Informationen

 

Einführungsphase

 

Sobald Sie als Betreuerin anerkannt sind, ist es wichtig, dass Sie sich als Selbständige anmelden. Sie werden das Formblatt CWF1 ausfüllen müssen welches im Starter-Up-Paket enthalten ist oder unter der Tel.-Nr. 0845 915 4515 bestellt werden kann. Freiwillige Betreuerinnen (RHH) müssen ebenfalls registriert werden. Alle weiteren Einzelheiten über die Bezahlung von Steuern und nationalen Versicherungsbeiträgen können in der Broschüre „Informationen für Betreuer – Einkommen und Kosten, Steuern und nationale Versicherungsbeiträge“. (siehe Anhang H) gefunden werden.

 
 
Honorar

 

Diejenigen, die selbständig sind, erhalten ein Entgelt für die Bereitstellung des Angebotes für einen vereinbarten Zeitraum im Jahr. Der Betrag richtet sich nach der SCP 20 für Betreuerinnen, die ihr Haus öffnen (RHH) und SCP 9 für Betreuerinnen, die als zusätzliche Unterstützung in einem Haushalt mitarbeiten (CHH oder PHH). Diese Skalen beinhalten eine jährliche Steigerung der Vergütung. Sie beinhalten ebenso, dass die Betreuerinnen alle eine ähnliche Arbeit verrichten. Zeiten für Ausbildung, Besprechungen, Einführungen und Betreuerinnen-Treffen werden gesondert vergütet. Diese müssen sorgfältig aufgezeichnet und alle drei Monate angefordert werden. Die Honorare und Aufwandsentschädigungen werden 14-tägig bezahlt.

 

 

Aufwandsentschädigungen

 

Aufwandsentschädigungen für die Gruppe berechnen sich nach der Anzahl der betreuten Gäste. Es gibt pro Tag einen Betrag in Höhe von 20 Pfund für das Öffnen des Hauses und weitere 3 Pfund für Ausflüge und Ausstattung. Dazu kommen 4 Pfund für jeden anwesenden Gast. Die Aufwandsentschädigung wird nach dem Durchschnitt der betreuten Gäste für sechs Monate berechnet und 14-tägig bezahlt, zusammen mit dem Honorar. Der Betrag wird nach drei Monaten überprüft und gegebenenfalls angepasst.

 

Berechnungsbeispiel (von mir) für die Betreuung von 4 Gästen an 2 Tagen pro Woche:

 

Pro Tag: 23 Pfund Grundbetrag + 16 Pfund für 4 Gäste = 39 Pfund x 2 Tage = 78 Pfund, etwa € 121,68 pro Woche, € 486,72 pro Monat. Das Betreuungshonorar kommt noch hinzu.

 

AP-Betreuerinnen (RHH) mit Freiwilligenstatus bekommen zusätzlich 5 Pfund pro Tag für ihrer persönlichen Ausgaben.

 

Freiwillige, die dem „Home-from-Home“ ihre Zeit spenden, bekommen ebenfalls 5 Pfund pro Tag um persönliche Kosten auszugleichen, sie werden direkt von der J.D.I. bezahlt.

 

Diese Kosten werden so schnell wie möglich erstattet, aber das Verfahren kann bis zu zwei Wochen dauern.

 

 

Kostenanforderung

 

Die Betreuerin, die ihr Haus öffnet (RHH), ist dafür verantwortlich, dass die Kosten für die Gäste regelmäßig angefordert werden. Wenn, egal aus welchem Grund, die Gruppe nicht im Haus ist, bekommen die für diesen Tag eingeteilten Betreuerinnen trotzdem die Aufwandsent-schädigung, das muss aber quittiert werden. Beigefügt werden muss auch die wichtigste Grundinformation, warum die Gruppe nicht stattgefunden hat.

 

 

Wohlfahrts-Leistungen (Welfare Benefits)

 

Die Beschaffenheit des Modells macht es sehr schwierig für Leute, die Sozialhilfe bekommen. Wenn Sie eine Berufsunfähigkeits-Rente beziehen, zum Beispiel wegen einer Krankheit, können Zweifel an der Rechtmäßigkeit entstehen, wenn Sie sich als eine AP-Betreuerin bewährt haben. In einigen Fällen konnten hier individuelle Lösungen gefunden werden. Es gibt z.B. ein „therapeutisches Einkommen“, welches Leuten mit Erwerbsunfähig-keitsbezügen erlaubt, eine bezahlte Arbeit im begrenzten Umfang zu übernehmen, ohne die Rente zu beeinflussen. Wenn eine Betreuerin Leistungen der Hilfe zum Lebensunterhalt bezieht, wird die Bezahlung, die sie für die Betreuung von Gästen erhält, die keine Familien-mitglieder sind, nicht berücksichtigt, sofern die Betreuung durch eine anerkannte Behörde organisiert wird.

(Siehe Einkommenssicherung, allgemeine Vorschriften 1987 Anhang 9 Paragraf 27)

(Siehe Anschreiben im Anhang H“)

 

 

Spenden

 

Einige Betreuerinnen führen Fundraising-Events durch, um zusätzliche Geldmittel für besondere Ausflüge oder Ausstattungen zu bekommen. Andere mögen kleine Geschenke von dankbaren Angehörigen erhalten. Wieder andere spenden an einen Fond, der eingerichtet wurde, um neue Dienstleistungen oder Projekte zu entwickeln.

Jeder größere Betrag kann auf ein Spendenkontos beim Falkirk Council eingezahlt werden, die Betreuerinnen können aber auch ein eigenes Spendenkonto eröffnen. So oder so, weil Sie mit öffentlichen Geldern umgehen, müssen Spendeneingänge mit dem Projekt-Mitarbeiter besprochen, im Jahresbericht erwähnt und die Geschäftsbücher zur Buchprüfung geöffnet werden.

 

 

Fahrdienst

 

Der Fahrdienst für die Gruppenmitglieder ist in jedem Council-Bezirk unterschiedlich geregelt. Die meisten Betreuerinnen haben freiwillige Fahrer oder örtliche Taxi-Unternehmen, die als ein Teil des Teams betrachtet werden. Der Transport der Gäste wird anfangs mit dem Projekt-Mitarbeiter besprochen, aber die späteren Arrangements werden direkt mit der AP-Betreuerin verhandelt. Wird der Transport von den Betreuerinnen durchgeführt, erhalten sie dafür die festgelegte Kostenerstattung.

 

Für jedes Gruppenmitglied wird eine Risiko-Einschätzung benötigt, ob es alleine im Auto oder Taxi transportiert werden kann oder eine Begleitung erforderlich ist. Die anfängliche Beurteilung wird bei der Aufnahme gemacht und ist Teil des Aufnahme-Formulars.

 

Die Betreuerinnen erhalten ihre Fahrt zum Betreuungshaushalt und zurück nicht bezahlt.

 

Alle Betreuerinnen bekommen die Fahrtkosten zu den Fortbildungen erstattet.

 

Es ist wichtig, dass Sie Informationen über jeden Gast verfügbar haben, wenn die Gruppe einen Ausflug macht. Eine Erste-Hilfe-Ausrüstung sollte immer greifbar sein.

 

 

Versicherung

 

Als anerkannte „Dienststelle“ sind Sie versichert durch die Grundversicherung des Council. Diese beinhaltet den Personen-Unfall-Schutz, die Einzelheiten können im J.D.I.-Büro eingesehen werden. Sie können dann entscheiden, ob die vorhandene Deckung für Ihren Bedarf ausreichend ist oder ob Sie auf eigene Kosten eine zusätzliche Personen-Unfall-Versicherung abschließen. Die Haftpflichtdeckung des Council´s bietet eine Haftungssumme von 20.000.000 Pfund. Gemäß der Police werden Leistungen fällig, falls ein Schaden durch irgendeine Fahrlässigkeit entsteht und das Council oder Sie selbst, als Dienstleisterin für das Council, dafür haftbar gemacht werden.

 

Schäden am Eigentum der Betreuerin verursacht durch den Gast und jeder Unfall des Gastes der durch die Struktur des Haushalts verursacht wurde, müssen durch die Hausratsversicherung des Haushalts versichert werden. Die Versicherung muss schriftlich über die Absicht, diese Art der Betreuung im Haus durchzuführen, informiert werden und eine schriftliche Erlaubnis erteilen.

 

Ebenso muss Ihre Auto-Versicherungs-Gesellschaft schriftlich informiert werden, wenn Sie oder irgendein Familienmitglied am Transport beteiligt ist. In dere Auto-Haftpflicht-Police muss vermerkt sein, dass das Auto für geschäftliche Zwecke verwendet werden kann.

(siehe Brief im Anhang J)

 

 

Verhalten in einem Notfall

 

Verfahrensweise bei Notfällen zwischen Montag und Freitag 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr:

 

  • Verbindung aufnehmen mit dem J.D.I. Telefon 01324 501730. Falls der zuständige Projekt-Mitarbeiter nicht da ist, versuchen, ihn über das Handy zu erreichen. Wenn das nicht gelingt, mit einem anderen Projekt-Mitarbeiter oder dem Team-Manager sprechen.

 

  • Wenn niemand greifbar ist, Verbindung zum Sozialarbeiter des Gastes aufnehmen. Die Telefonnummer steht auf dem Aufnahmeformular.

 

  • Wenn dieser nicht verfügbar ist, mit dem Seniorenberater, dem diensthabenden Polizisten oder dem Team-Manager mit der gleichen Telefonnummer Kontakt aufnehmen. Betonen, dass es dringend ist.

 

 

Verfahrensweise bei Notfällen außerhalb der Bürozeiten:

 

  • Verbindung mit dem J.D.I.-Manager oder dem zuständigen Projekt-Mitarbeiter aufnehmen, wenn erreichbar.

 

  • Wenn niemand erreichbar ist, das NOTFALL-TEAM des Sozialdienstes anrufen. Der Notfall-Helfer wird nicht immer sofort da sein, aber man kann per Funk Verbindung aufnehmen bzw. der Telefonist kann ihn erreichen, um so bald wie möglich zurückzurufen  Tel.: 0176 470500.

 

  • Die Alzheimer Scotland-Action on Dementia betreibt ein 24-Stunden-Hilfe-Telefon, wo Sie mit jemandem sprechen können, der versteht und Informationen über Hilfsmöglichkeiten geben kann. Die kostenlose Telefonnummer ist: 0800-317-317.

 

 

Das Folgende sollte berichtet werden:

 

 

  1. Verletzungen oder ungewöhnliche Merkmale am Körper des Gastes.

Beachte außerdem: Anhang K 3 , Leitfaden des Councils über Misshandlungen

 

 

  1. Aggressive oder Unruhe stiftende Verhaltensweisen.

Beachte außerdem: Anhang K 1, Verfahrensweise des Councils über einschränkende Maßnahmen.

 

 

  1. Plötzliche Erkrankungen

 

Verbindung aufnehmen mit Ihrem eigenen Hausarzt oder dem Hausarzt des Gastes.

 

Zu beachten sind außerdem die oben beschriebenen Notfall-Verfahrensweisen.

 

Besprechen Sie mit dem Projekt-Mitarbeiter oder anderen Experten, wie die Familie informiert werden soll. Das kann unterschiedlich sein, abhängig von den individuellen Umständen.

 

 

  1. Unfälle

 

Zuerst medizinische Hilfe holen. Wenn das Leben des Gastes in Gefahr ist, wird der Arzt wissen, was zu tun ist.

 

Zu beachten sind außerdem die oben beschriebenen Notfall-Verfahrensweisen.

 

Besprechen Sie mit dem Projekt-Mitarbeiter oder anderen Experten, wie die Familie informiert werden soll. Das kann unterschiedlich sein, abhängig von den individuellen Umständen.

 

 

  1. Ein Gast wird vermisst

 

Es wird erwartet, dass die Gäste angemessen beaufsichtigt werden und normalerweise sollte bemerkt werden, wenn jemand hinausgeht. Wie auch immer, wenn ein Gast vermisst wird:

  • Sofort Haus und Garten kontrollieren.

  • Die unmittelbare Nachbarschaft des Hauses kontrollieren.

  • Die Polizei verständigen. Die Entscheidung, wann die Polizei informiert werden sollte, hängt von Ihren Erfahrungen mit dem Gast und seiner Routine ab. Die Polizei wird eine Beschreibung des Gastes benötigen, wann er das letzte Mal gesehen wurde, welche Bekleidung er getragen hat usw. Ein aktuelles Foto des Gastes und eine Auflistung der Orte, an die er gehen könnte, zum Beispiel frühere Wohnadressen, die Adresse des früheren Arbeitsplatzes oder bevorzugte Lieblingsplätze können hilfreich sein.

  •  Zu beachten sind außerdem die oben beschriebenen Notfall-Verfahrensweisen.

  • Besprechen Sie mit dem Projekt-Mitarbeiter oder anderen Experten, wie die Familie informiert werden soll. Das kann unterschiedlich sein, abhängig von den individuellen Umständen.

 

 

 

  1. Tod des Gastes

 

Hoffentlich wird dieses Verfahren nicht benötigt, aber es ist beruhigend, genau zu wissen, was in einer solch schwierigen Zeit getan werden sollte.

 

  • Verbindung aufnehmen mit dem Hausarzt. Er wird das weitere Vorgehen, entsprechend den Umständen des Todes, einleiten. Ein unerwarteter Tod liegt vor, wenn der Gast seinen Hausarzt innerhalb der letzten 15 Tage vor dem Tod nicht gesehen hat. Der Hausarzt wird den Kontakt zur Polizei herstellen, die ihnen Fragen stellen wird. Es wird standardmäßig ein Bericht für die Behörde erstellt.

 

  • Sofern keine verdächtigen Umstände vorliegen und die Todesursache klar ist, kann der Arzt während des Besuchs den Tod amtlich bescheinigen.

 

  • Im Falle eines Unfalltodes wird Ihnen die Polizei auf jeden Fall Fragen stellen und einen Bereicht für die zuständige Behörde erstellen. Als Ergebnis wird in der Regel ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

 

  • Zu beachten sind außerdem die oben beschriebenen Notfall-Verfahrensweisen.

 

  • Besprechen Sie mit dem Projekt-Mitarbeiter oder anderen Experten, wie die Familie informiert werden soll. Das kann unterschiedlich sein, abhängig von den individuellen Umständen.

 

  • Im Falle eines Unfall-Todes es oder eines ungewöhnlichen Todes wird die Leiche polizeilich beschlagnahmt.

Wenn der Tod zu erwarten war und vom Hausarzt amtlich bescheinigt wurde, wird die Leiche normalerweise, auch im Fall eines plötzlichen Todes, von einem Bestattungs-unternehmen abgeholt. Fall es nicht möglich ist, mit der Familie Verbindung aufzunehmen, sollte der Transport der Leiche mit dem Projekt-Mitarbeiter oder anderen Experten vorab besprochen werden. Genaue Informationen über etwaige, für den Verstorbenen wichtige religiöse Rituale, sollten verfügbar sein, um das Begräbnis zu arrangieren.

 

 

Grundsätze und Verfahrensweisen

 

Die Grundsätze und Verfahrensweisen des Home-from-Home Projekts stimmen mit den Bestimmungen und anerkannten fachlichen Standards überein. Sie sollten aktuelle Kopien von allen Grundsätzen, Handlungsweisen und Praxisanleitungen haben.

 

 

Vertraulichkeit

 

Wenn Sie den Gast und seine Familie kennen lernen, werden Sie persönliche Informationen über ihn und seine Lebensverhältnisse bekommen und evtl. auch verschiedene Familien-geheimnisse erfahren. Diese vertraulichen Informationen sollten nicht weiter gegeben werden, z.B. an Verwandte oder Nachbarn.

 

Sie können entscheiden, dass ein Geheimnis die Sache der Familie ist. Aber wenn Sie glauben, dass irgendjemand in Gefahr ist und/oder sehr verzweifelt, sollte das mit dem Projekt-Mitarbeiter besprochen werden.

 

Alle Aufzeichnungen müssen genau, sicher und vertraulich sein. Wenn der Gast aus der Betreuung ausscheidet, werden die Aufzeichnungen dem Projekt-Mitarbeiter/J.D.I.-Büro übergeben.

 

Medikamentöse Behandlung

 

Gesonderte Richtlinien sind vorhanden können im Anhang K 2 gefunden werden.

 

Unterschriftsberechtigung – medizinische/chirurgische Vorgänge

 

Wenn der Gast nicht in der Lage ist, medizinischen oder chirurgischen Eingriffen zuzustimmen, liegt es nicht in Ihrer Kompetenz, die Zustimmung mündlich oder schriftlich zu erteilen. Diese Verantwortlichkeit liegt bei einem benannten Angehörigen oder der medizinischen Pflegekraft.

 

Wenn der Gast als „nicht geschäftsfähig“ diagnostiziert wurde,  keinen Angehörigen hat und häufig medizinische Eingriffe benötigt, kann es notwendig sein, ihm einen gesetzlichen Betreuer zur Seite zu stellen. Eine Einschätzung der Situation sollte mit dem örtlichen Team-Manager abgesprochen werden

 

Geschenke

 

Grundsatz des Councils ist es, alle Geschenke bis auf geringfügige Aufmerksamkeiten abzulehnen. Finanzielle Zuwendungen sollten unter keinen Umständen angenommen werden.

Wenn irgendwelche Zweifel bestehen, bitte Verbindung mit dem Projekt-Mitarbeiter aufnehmen.

 

Umgang mit Geld

 

Gäste sollten ermutigt werden, ihre finanziellen Angelegenheiten selbst zu regeln, falls erforderlich mit Unterstützung und Beratung durch die Betreuerin.

 

Sollte zur Regelung der finanziellen Angelegenheiten ein offizieller Betreuer erforderlich sein, stellt das Projekt sicher, dass eine Person gewählt wird, die unabhängig vom Projekt und der Hausbetreuerin ist.

 

Es sollte sicher gestellt werden, dass die Gäste auf ihre eigenen finanziellen Unterlagen Zugriff haben und um Rat fragen können. Im Haushalt ist für eine sichere Aufbewahrung von Geld und Wertgegenständen zu sorgen.

Die Betreuerinnen sollen nicht in Testamente verwickelt werden oder solche als Zeuge für den Gast unterschreiben.

 

Verschlossene Türen

 

Wenn Sie die Gewohnheit haben, während Ihrer Anwesenheit die Türen als Schutz vor Einbrechern zu verschließen, sollte diese Methode fortgesetzt werden. Ein Gast könnte sich aber eingeschränkt oder sogar unterdrückt fühlen, wenn er die Tür von innen nicht öffnen kann. Es ist wichtig, dass dies im Rahmen der Risikoeinschätzung besprochen wird und ihm ein Hinausgehen ermöglicht wird, wenn er es wünscht.

 

Einschränkungen

 

Eine Kopie der Falkirk Council Grundsätze über den Umgang mit Einschränkung von Gästen kann im Anhang K 1 gefunden werden.

 

Schutz vor Misshandlungen

 

Gäste des Projekts sollen vor jeglicher Art der Misshandlung geschützt sein. Die Falkirk Councils-Grundsätze hierzu sind dem Anhang K 3 zu entnehmen.

 

Jede vermutete oder ausgeführte Misshandlung oder Vernachlässigung muss sofort gemeldet werden.

 

Umgang mit Alkohol

 

Eine Kopie der Falkirk Council- Grundsätze über den Umgang mit Alkohol kann dem Anhang K 4 entnommen werden.

 

Rauchen

 

Siehe Anhang K

 

Gegen erzieherische Maßnahmen

 

Eine Kopie der Falkirk Council- Grundsätze über die Einschränkung der Gäste kann dem Anhang K 9 entnommen werden.

 

Chancengleichheit

 

Eine Kopie der Falkirk Council- Grundsätze über die Einschränkung der Gäste kann dem Anhang K 10 entnommen werden.

 
 Handbuch

Die Kriterien und Verfahren zur Auswahl, Schulung und Begleitung der Haushalte und Betreuerinnen sind im Handbuch beschrieben. Diese zusätzlichen Informationen erlauben es erst, sich ein umfassendes Bild über die Qualität dieses Angebots zu machen. Deshalb soll es meinen Exkursionsbericht ergänzen.