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Verschiedene Modelle von Demenz Mary stellt uns drei Modelle vor, die zur Erklärung der Demenz dienen:
Entscheidend ist, dass keines der Modelle alleine ausreicht, sondern dass wir alle drei Sichtweisen benötigen, und zwar zu jeder Zeit: „We need all three all the time!”Abschließend weist Mary darauf hin, dass viel darüber geforscht wird, welchen Einfluss die medikamentöse Behandlung auf den Krankheitsverlauf habe, der Einfluss von Wohlbefinden hingegen nicht erforscht werde. Ihre These lautet: „Be happy“ stoppt den Verlauf. Nicht nur in Schottland, auch in anderen Teilen Großbritanniens bemüht man sich, entsprechend zu handeln. Im Gegensatz zu Deutschland ist im Vereinigten Königreich „Hearing the voice of people with dementia“ ein in Publikationen und Lehrvideos häufig thematisierter Gegenstand. Auch in Sterling hörte man auf die Stimme der Menschen mit Demenz. An einem Abend bekamen die Kursteilnehmer Gelegenheit zum Gespräch mit Bill Dawson, dessen Alzheimer-Diagnose nun schon 10 Jahre zurückliegt. In einer völlig frei gehaltenen etwa halbstündigen Rede, erzählte er humorvoll über den bisherigen Verlauf seiner Krankheit. Da waren die Depressionen kurz nach der Feststellung von Alzheimer, das Sich-Zurückziehen; dann der Entschluss, die verbleibende beschwerdearme Zeit mit Reisen zu nutzen, die Umsetzung dieses Vorsatzes, noch mehr Reisen, nachdem er sah, dass dies möglich war und schließlich sogar die Heirat mit einer viel jüngeren Frau. Bills Geschichte hat mir vor allem gezeigt, dass die Alzheimer-Erkrankung individuell sehr unterschiedlich verläuft und dass Erkrankte noch viel Freude am Leben haben können.
Bill Dawson (Mitte) beim Dinner mit Dr. Jan Holthues, Wissenschaftler von der Berliner Charite und Prof. Mary Marshall Auch wenn bisher die Krankheit selten so glimpflich verläuft wie bei Bill gibt es bei allen Betroffenen eine Phase, in der alle persönlichen Angelegenheiten noch selbst geregelt werden können und müssen. Text Brigitte Bauer-Söllner und Bärbel Gregor, Foto Willi Rückert |